46 Begriffe von A bis Z

Holz-Glossar: Begriffe rund um Holz, Brennholz & Forst

Von Abrichten bis Zinken, von Festmeter bis Holzfeuchte: die wichtigsten Fachbegriffe aus Holzbearbeitung, Forstwirtschaft und Brennholzhandel kurz und verständlich erklärt.

A

Abrichten

Der Vorgang des Planens und Ausrichtens von Holz, um eine ebene und gerade Oberfläche zu schaffen.

Äste

Die sichtbaren Verzweigungen im Holz, die durch das Wachstum des Baumes entstehen und die Struktur sowie das Aussehen beeinflussen.

B

Bohren

Das Erzeugen von Löchern in Holz mittels einer Bohrmaschine oder eines Bohrers.

Brennwert

Die gesamte bei der Verbrennung frei werdende Energie einschließlich der Wärme, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Bei Holzöfen ist meist der etwas niedrigere Heizwert maßgeblich.

Brett

Ein flaches, rechteckiges Stück Holz, das durch Sägen eines Baumstamms oder größeren Holzstücks hergestellt wird.

D

Darrgewicht

Das Gewicht von vollständig getrocknetem Holz (0 % Holzfeuchte), ermittelt durch Trocknen im Ofen bei 103 °C. Die Holzfeuchte wird auf das Darrgewicht bezogen.

Drechseln

Ein Verfahren, bei dem Holz auf einer Drehbank rotiert und mit Werkzeugen in Form gebracht wird.

Dübel

Ein zylindrisches Stück Holz oder Kunststoff, das zur Verbindung von zwei Holzstücken durch Einsetzen in passende Löcher dient.

F

Festmeter

Ein Kubikmeter feste Holzmasse ohne Zwischenräume (Fm). Wichtigste Maßeinheit im Forst und Holzhandel – siehe Festmeter erklärt und Festmeter-Rechner.

Fräsen

Das Abtragen von Material mit rotierenden Schneidwerkzeugen, um Formen, Profile und Vertiefungen im Holz zu schaffen.

Furnier

Eine dünne Schicht Holz, die auf ein Trägermaterial aufgeleimt wird, um eine hochwertige Holzoberfläche zu erzeugen.

H

Hackschnitzel

Maschinell zerkleinertes Holz in Stücken von wenigen Zentimetern, das in Hackschnitzelheizungen verbrannt wird. Gehandelt wird meist in Schüttraummetern oder nach Gewicht.

Hartholz

Holz mit hoher Dichte, meist von Laubbäumen wie Buche, Eiche, Esche oder Hainbuche. Als Brennholz liefert Hartholz pro Raummeter besonders viel Wärme – siehe Holzarten als Brennholz.

Heizwert

Die bei der Verbrennung nutzbare Energiemenge ohne Kondensationswärme. Lufttrockenes Brennholz hat etwa 4,0–4,3 kWh pro Kilogramm; pro Raummeter Buche sind es rund 2.100 kWh – berechnen mit dem Brennholz-Rechner.

Hirnholz

Die Schnittfläche eines Holzstücks, die senkrecht zur Längsachse des Stammes verläuft und die Jahresringe zeigt.

Hobel

Ein Handwerkzeug oder eine Maschine, mit der Holzoberflächen geglättet und angepasst werden.

Holzfeuchte

Das Verhältnis von Wasser zur Trockenmasse des Holzes in Prozent. Brennholz muss nach der 1. BImSchV unter 25 % liegen – mehr unter Holzfeuchte messen.

J

Jahresringe

Die ringförmigen Zuwachszonen im Querschnitt eines Stammes. Jeder Ring entspricht in unseren Breiten etwa einem Wachstumsjahr.

K

Keilzinken

Eine Verbindungstechnik, bei der Holzstücke mit keilförmigen Zinken verbunden werden, um eine längere, stabile Verbindung zu schaffen.

Kernholz

Das innere, ältere Holz eines Baumstamms, das in der Regel härter und dunkler ist als das äußere Splintholz.

Klafter

Historisches, regional unterschiedlich definiertes Raummaß für gestapeltes Holz, meist rund 3 bis 4 Raummeter.

Kluppe

Große Messschieber-ähnliche Messlehre, mit der Förster den Durchmesser von Stämmen messen. Aus Durchmesser und Länge wird das Volumen im Festmeter-Rechner berechnet.

L

Lackieren

Das Auftragen einer Lackschicht auf Holz, um es zu schützen und eine glatte, glänzende Oberfläche zu erzeugen.

Leimholz

Mehrere Holzschichten, die miteinander verleimt werden, um ein stabiles und formstabiles Holzstück zu erzeugen.

M

Maserung

Das natürliche Muster und die Textur im Holz, die durch die Anordnung der Holzfasern und Jahresringe entsteht.

Meterholz

Brennholz in 1 m langen, gespaltenen Scheiten. Wird klassisch in Raummetern gehandelt und vor dem Verheizen auf 25–50 cm gekürzt.

Mittellage

Die zentrale Schicht bei Sperrholz oder Leimholz, die aus mehreren miteinander verleimten Schichten besteht.

Mittendurchmesser

Der in der Mitte eines Stammes ohne Rinde gemessene Durchmesser. Er ist die Grundlage der Festmeterberechnung nach der Huber-Formel.

O

Ofenfertig

Brennholz, das auf ofengerechte Länge (meist 25 oder 33 cm) gesägt, gespalten und trocken genug zum Verheizen ist.

P

Polter

Ein am Waldweg aufgeschichteter Stapel aus Stämmen oder Scheitholz. Das Volumen wird in Raummetern vermessen – Polter-Rechner.

R

Raummeter

Ein Kubikmeter geschichtetes Holz inklusive Luftzwischenräumen (Rm), enthält etwa 0,7 Festmeter – siehe Raummeter erklärt.

Rückegasse

Unbefestigte Fahrlinie im Wald, auf der Forstmaschinen gefällte Stämme zum Waldweg bringen (rücken).

S

Sägen

Das Trennen von Holz mittels eines Sägeblatts, um es in verschiedene Formen und Größen zu schneiden.

Scheitholz

Gespaltene Holzstücke aus Stammholz, die als Brennholz in Kamin- und Kachelöfen verwendet werden.

Schüttraummeter

Ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz (Srm), z. B. ofenfertige Scheite oder Hackschnitzel. Enthält etwa 0,5 Festmeter – siehe Schüttraummeter erklärt.

Selbstwerber

Privatperson, die im Wald selbst Brennholz aufarbeitet, z. B. Kronenholz oder liegende Stämme, und dafür einen Kaufvertrag mit dem Waldbesitzer oder Forstbetrieb schließt.

Splintholz

Das äußere, jüngere Holz eines Baumstamms, das in der Regel heller und weicher ist als das innere Kernholz.

Ster

Andere Bezeichnung für den Raummeter, vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz üblich – siehe Was ist ein Ster?.

T

Tischlerplatte

Ein mehrschichtiges Holzprodukt, das aus einer Mittellage und zwei Decklagen besteht, häufig für Möbel und Innenausbau verwendet.

Trocknung

Der Prozess, bei dem dem Holz Feuchtigkeit entzogen wird, um Verformungen zu verhindern bzw. Brennholz ofenfertig zu machen. Brennholz braucht je nach Holzart 1–3 Jahre – siehe Brennholz trocknen.

V

Verleimen

Das Verbinden von Holzstücken mit Hilfe von Holzleim, um eine stabile und dauerhafte Verbindung zu schaffen.

Vernageln

Das Verbinden von Holzstücken durch das Einschlagen von Nägeln.

W

Wassergehalt

Der Anteil des Wassers am Gesamtgewicht des feuchten Holzes. 25 % Holzfeuchte entsprechen 20 % Wassergehalt – umrechnen mit dem Holzfeuchte-Rechner.

Weichholz

Holz mit geringer Dichte, z. B. Fichte, Kiefer, Tanne oder Pappel. Brennt schnell und heiß an und eignet sich gut als Anzündholz.

Z

Zapfen

Ein hervorstehendes Stück Holz, das in eine passende Ausnehmung (Zapfenloch) passt, um eine stabile Holzverbindung zu schaffen.

Zinken

Eine gezahnte Verbindungstechnik, die häufig bei der Herstellung von Schubladen und Kisten verwendet wird.

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