Ratgeber & Preisvergleich

Brennholzpreise: Was kostet ein Raummeter Brennholz?

Richtwerte für Hartholz und Weichholz, ofenfertig oder als Meterholz – und ein Rechner, der bis zu drei Brennholz-Angebote auf den gleichen Nenner bringt: Preis pro Raummeter, pro Festmeter und pro Kilowattstunde, inklusive Lieferkosten.

  • 1 Srm ≈ 0,7 Rm Holz
  • Vergleich immer in ct/kWh
Brennholz-Angebote vergleichen
Angebot 1
Angebot 2
Angebot 3 (optional)
Günstigstes Angebot (pro kWh) –
Energiepreis–
inkl. Lieferung–
Angebot€/Rm€/Fmct/kWhGesamt
1––––
2––––
3––––

Gib bei mindestens einem Angebot Menge und Preis ein.

Richtwerte für lufttrockenes Holz · 1 Rm = 0,7 Fm · 1 Srm = 0,5 Fm · Preise inkl. Lieferung umgelegt

Brennholzpreise vergleichen: So funktioniert der Rechner

Brennholz-Angebote sind oft schwer vergleichbar: Der eine Händler verkauft Buche im Raummeter, der nächste Mischholz im Schüttraummeter, ein dritter nennt einen Festmeterpreis und berechnet die Lieferung extra. Der Rechner rechnet jedes Angebot deshalb auf dieselben Größen um – auf den Preis pro Raummeter, den Preis pro Festmeter und den Preis pro Kilowattstunde. Erst der Preis pro kWh zeigt, wie viel dich die Wärme tatsächlich kostet, denn ein Raummeter Fichte enthält deutlich weniger Energie als ein Raummeter Buche.

1. Gesamtpreis = Menge × Preis pro Einheit + Lieferkosten

2. Festmeter = Menge × Umrechnungsfaktor (Rm × 0,7 · Srm × 0,5 · Fm × 1)

3. Preis pro Rm = Gesamtpreis ÷ (Festmeter ÷ 0,7)

4. Preis pro kWh = Gesamtpreis ÷ (Raummeter × Heizwert pro Rm)

Beispiel: Angebot 1 lautet auf 3 Rm Buche zu 130 € plus 30 € Lieferung, also 420 € für 2,1 Fm. Das sind 140 € pro Raummeter bzw. 6,7 ct/kWh (3 × 2.100 kWh = 6.300 kWh). Angebot 2 bietet 4 Srm Buche zu 95 € frei Haus, also 380 € für 2,0 Fm – umgerechnet 133 € pro Raummeter und 6,3 ct/kWh. Obwohl du bei Angebot 2 weniger Holz bekommst, ist es pro Kilowattstunde das günstigere. Das dritte Angebot mit 3 Rm Fichte zu 95 € plus 25 € Lieferung wirkt mit rund 103 € pro Raummeter am billigsten – pro kWh liegt es mit 6,9 ct aber hinten.

Brennholzpreise: Aktuelle Richtwerte pro Raummeter und Schüttraummeter

Die folgende Tabelle zeigt grobe Preisspannen, wie sie im deutschen Brennholzhandel häufig zu finden sind. Die Preise schwanken regional und von Jahr zu Jahr stark – in waldreichen Gegenden auf dem Land ist Brennholz oft deutlich günstiger als in Ballungsräumen, und nach Energiekrisen oder schlechten Holzjahren können die Preise spürbar anziehen. Nimm die Werte deshalb nur als Orientierung und hol dir immer mehrere Angebote aus deiner Region ein.

AngebotsformHartholz (Buche, Eiche, Esche)Weichholz (Fichte, Kiefer, Tanne)
Flächenlos / Selbstwerber (selbst fällen oder aufarbeiten)ca. 15–50 € je Rm/Fmca. 10–35 € je Rm/Fm
Meterholz frisch (1 m, gestapelt, ab Waldweg)ca. 65–100 €/Rmca. 45–75 €/Rm
Ofenfertig frisch (25–33 cm, gespalten, ungetrocknet)ca. 85–130 €/Rm · 60–95 €/Srmca. 65–95 €/Rm · 45–70 €/Srm
Ofenfertig trocken (luftgetrocknet, unter 20 % Feuchte)ca. 110–170 €/Rm · 80–125 €/Srmca. 85–130 €/Rm · 60–95 €/Srm
Kammergetrocknet (technisch getrocknet, oft 10–15 % Feuchte)ca. 140–220 €/Rm · 100–160 €/Srmca. 110–170 €/Rm · 80–120 €/Srm

Die Spannen sind bewusst weit gefasst. Was ein fairer Preis ist, erkennst du nicht am Raummeterpreis allein, sondern erst im Vergleich pro Kilowattstunde. Als grobe Orientierung: Trockenes, ofenfertiges Brennholz liegt häufig im Bereich von etwa 5–9 ct/kWh, Meterholz oder Selbstwerbung deutlich darunter. Wie viel Energie in welcher Holzart steckt, zeigt dir der Brennholz-Rechner.

Was beeinflusst den Brennholzpreis?

Hinter den großen Preisunterschieden stecken meist ganz konkrete Gründe. Wenn du sie kennst, kannst du Angebote besser einschätzen und gezielt sparen.

  • Holzart: Hartholz wie Buche, Eiche, Esche oder Hainbuche ist schwerer und liefert pro Raummeter rund 2.100–2.200 kWh. Nadelholz wie Fichte oder Kiefer bringt nur etwa 1.500–1.700 kWh und ist deshalb billiger. Einen Überblick über die Holzarten findest du unter Holzarten.
  • Scheitlänge und Aufarbeitung: Jeder Arbeitsschritt kostet Geld. Meterholz ist am günstigsten, 50-cm-Scheite liegen dazwischen, ofenfertige 25- oder 33-cm-Scheite sind am teuersten. Kürzere Scheite lassen sich zudem dichter stapeln – aus 1 Rm Meterholz werden nach dem Sägen und Spalten grob 0,8–0,9 Rm ofenfertig gestapeltes Holz.
  • Trocknungsgrad: Frisches Holz hat 40–50 % Wassergehalt und muss ein bis drei Jahre trocknen. Luftgetrocknetes, ofenfertiges Holz kostet einen Aufschlag, kammergetrocknetes Holz noch mehr. Mehr dazu unter Brennholz trocknen.
  • Einheit: Ein Schüttraummeter enthält nur rund 0,7 Raummeter Holz, ein Raummeter etwa 0,7 Festmeter. Ein niedriger Srm-Preis ist also nicht automatisch günstig. Alle Einheiten erklärt die Seite Holz-Einheiten, umrechnen kannst du mit dem Holzrechner für Fm, Rm und Srm.
  • Lieferung: Viele Händler liefern im Umkreis kostenlos oder verlangen eine Pauschale, andere rechnen nach Kilometern ab. Bei kleinen Mengen machen Lieferkosten einen großen Teil des Preises aus. Holst du selbst ab, kalkuliere die Fahrt mit dem Fahrtkostenrechner und prüfe mit dem Anhänger-Rechner, wie viel auf deinen Hänger passt.
  • Region: In waldreichen Regionen mit vielen Forstbetrieben ist das Angebot groß und der Preis niedriger. In Städten und Regionen mit wenig Wald sind Transportwege länger.
  • Saison: Im Herbst, wenn alle gleichzeitig Holz brauchen, ist die Nachfrage am höchsten. Im Frühjahr und Sommer bekommst du oft bessere Preise und mehr Auswahl.
  • Selbstwerber und Flächenlose: Beim Flächenlos arbeitest du Kronenholz oder Durchforstungsholz im Wald selbst auf. Das ist die günstigste Variante, erfordert aber in der Regel einen Motorsägen-Lehrgang, Schutzausrüstung, eigenes Werkzeug und viel Zeit. Ansprechpartner sind meist Forstämter, Gemeinden oder private Waldbesitzer.

Ofenfertig, frisch oder Meterholz: Was lohnt sich?

VarianteVorteileNachteileFür wen?
Ofenfertig trockenSofort verbrennbar, kein AufwandHöchster Preis, Feuchte muss geprüft werdenWenig Platz, wenig Zeit, kurzfristiger Bedarf
Ofenfertig frischSpürbar günstiger, schon gesägt und gespalten1–2 Jahre Trocknung, Lagerplatz nötigWer ein bis zwei Jahre vorausplant
MeterholzGünstig, gut zu stapeln und zu messenSägen, Spalten, lange TrocknungMit Säge, Spalter und Lagerplatz
Flächenlos / SelbstwerberAm günstigsten, Bewegung an der frischen LuftHoher Zeitaufwand, Ausrüstung und Sachkunde erforderlichErfahrene Selbermacher mit Anhänger

Die Preisdifferenz zwischen frischem und trockenem Holz ist im Grunde der Preis für Lagerplatz und Zeit. Wer genügend überdachten, luftigen Stellplatz hat, fährt mit frischem Holz auf Vorrat meist am besten. Wie viel du pro Jahr brauchst, berechnet der Brennholzbedarf-Rechner. Überlegst du, ob sich Brennholz gegenüber anderen Energieträgern lohnt, hilft der Heizkosten-Rechner weiter – und für den Vergleich mit gepressten Alternativen der Holzbriketts-Rechner.

Tipps: So kaufst du Brennholz günstig und ohne Ärger

Im Frühjahr kaufen

Außerhalb der Heizsaison sind die Lager der Händler voll und die Nachfrage ist gering. Wer im Frühjahr kauft, bekommt oft bessere Preise, hat mehr Auswahl und kann frisches Holz über den Sommer selbst nachtrocknen lassen.

Betrug erkennen: Schüttraummeter als Raummeter verkauft

Eine häufige Masche: Das Holz wird lose abgekippt, berechnet werden aber Raummeter. Da ein Schüttraummeter nur rund 0,7 Raummeter enthält, zahlst du so etwa 40 % zu viel. Lass dir die Einheit schriftlich bestätigen und stapel das Holz nach der Lieferung ordentlich auf. Dann kannst du nachmessen: Länge × Höhe × Scheitlänge ergibt die Raummeter. Eine Lieferung von 3 Rm in 33-cm-Scheiten ergibt bei 1,5 m Stapelhöhe rund 6 m Stapellänge. Beim Nachmessen großer Stapel hilft der Polter-Rechner.

Holzfeuchte prüfen

Als „trocken“ verkauftes Holz ist nicht immer ofenfertig. Nach der 1. BImSchV darf in Kaminöfen nur Holz mit weniger als 25 % Holzfeuchte verbrannt werden, ideal sind 15–20 %. Spalte bei der Lieferung ein Scheit frisch auf und miss in der Mitte der Spaltfläche mit einem Feuchtemessgerät. Feuchtes Holz liefert weniger Wärme, verrußt Ofen und Schornstein und ist in Wahrheit teurer, als es aussieht.

Auf Mischholz achten

„Hartholz gemischt“ kann viel Birke, Erle oder Pappel enthalten, die deutlich weniger Heizwert haben als Buche. Frag nach dem Anteil der Holzarten und rechne im Zweifel mit einer Holzart mit niedrigerem Heizwert.

Häufige Fragen zu Brennholzpreisen

Was kostet ein Raummeter Brennholz?

Als grobe Richtwerte kostet ein Raummeter ofenfertiges, trockenes Hartholz wie Buche etwa 110–170 €, Weichholz etwa 85–130 €. Frisches Meterholz ist deutlich günstiger. Die Preise schwanken regional und zeitlich stark, deshalb lohnt es sich, mehrere Angebote zu vergleichen.

Was ist günstiger: Raummeter oder Schüttraummeter?

Ein Schüttraummeter enthält nur etwa 0,7 Raummeter Holz. Ein Srm-Angebot ist nur dann günstiger, wenn sein Preis unter etwa 70 % des Raummeterpreises liegt. 90 €/Srm entsprechen zum Beispiel rund 126 €/Rm.

Wie berechne ich den Brennholzpreis pro kWh?

Teile den Gesamtpreis inklusive Lieferung durch die Energiemenge im Holz. Ein Raummeter lufttrockene Buche enthält rund 2.100 kWh: Bei 140 €/Rm ergibt das etwa 6,7 ct/kWh.

Wann ist Brennholz am günstigsten?

Meist im Frühjahr und Sommer, wenn die Nachfrage niedrig ist. Frisches Holz, das du selbst trocknest, und Flächenlose im Wald sind die günstigsten Bezugsquellen.

Wie erkenne ich unseriöse Brennholzangebote?

Warnsignale sind unklare Mengenangaben, Holz, das lose geliefert, aber in Raummetern berechnet wird, fehlende Angaben zur Holzart und angeblich trockenes Holz mit hoher Restfeuchte. Stapel das Holz nach und miss die Feuchte an einem frisch gespaltenen Scheit.