Länge, Höhe und Scheitlänge eingeben, Umrechnungsfaktor wählen – der Rechner ermittelt Raummeter, Festmeter und Schüttraummeter sowie Gewicht, Heizwert und Wert deines Holzstapels.
Ein Holzpolter ist ein aufgeschichteter Stapel von Holzstämmen oder Holzscheiten. Im Forstwesen und Brennholzhandel werden Polter verwendet, um größere Holzmengen geordnet zu lagern und zu vermessen. Man unterscheidet dabei zwischen:
Rundholzpolter: Gestapelte, unbearbeitete Stämme direkt nach dem Einschlag. Diese Polter findet man häufig an Waldwegen und Rückegassen.
Schichtholzpolter: Gestapelte Holzscheite, die bereits auf eine einheitliche Scheitlänge geschnitten sind. Dies ist die typische Form für Brennholz.
Das Volumen eines Polters wird als Raummeter (Rm) – auch Ster genannt – angegeben. Da ein Polter Zwischenräume enthält, liegt der tatsächliche Holzanteil (Festmeter) je nach Holzart und Stapelung bei 50–70 % des Raummaßes.
Die Berechnung erfolgt in zwei Schritten:
Schritt 1: Raummeter (Rm) = Länge × Höhe × Scheitlänge
Schritt 2: Festmeter (Fm) = Raummeter × Umrechnungsfaktor
Gegeben: Ein Buchenholz-Polter mit 6 m Länge, 1,5 m Höhe und 1 m Scheitlänge.
Berechnung:
Raummeter = 6 × 1,5 × 1 = 9,0 Rm
Festmeter = 9,0 × 0,7 = 6,3 Fm
Schüttraummeter = 6,3 × 2,0 = 12,6 Srm
Ergebnis: Der Polter enthält ca. 9 Raummeter bzw. 6,3 Festmeter Buchenholz.
Der Umrechnungsfaktor hängt von der Holzart, der Scheitlänge und der Sorgfalt beim Stapeln ab. Je gleichmäßiger und dichter gestapelt wird, desto höher ist der Faktor.
| Holzart / Poltertyp | Umrechnungsfaktor (Rm → Fm) | Bemerkung |
|---|---|---|
| Buche / Eiche (Rundholz) | 0,7 | Standard für Laubholz |
| Fichte / Kiefer (Rundholz) | 0,65 | Standard für Nadelholz |
| Scheitholz (33 cm) | 0,65 – 0,7 | Kurze Scheite, dichter gestapelt |
| Scheitholz (50 cm) | 0,6 – 0,65 | Mittlere Scheitlänge |
| Scheitholz (100 cm) | 0,55 – 0,6 | Meterholz, mehr Zwischenräume |
| Astholz / krummes Holz | 0,4 – 0,5 | Unregelmäßig, viele Hohlräume |
1. Länge messen: Messen Sie die Gesamtlänge des Polters von einem Ende zum anderen. Bei unregelmäßigen Poltern messen Sie an mehreren Stellen und bilden den Mittelwert.
2. Höhe messen: Messen Sie die Höhe an mehreren Stellen (mindestens 3) und berechnen Sie den Durchschnitt. Achten Sie darauf, senkrecht vom Boden zur Oberkante zu messen.
3. Scheitlänge / Breite: Bei Scheitholz entspricht die Breite der einheitlichen Scheitlänge. Bei Rundholz messen Sie die Breite des Polters (= Stammlänge).
4. Umrechnungsfaktor wählen: Wählen Sie den passenden Faktor je nach Holzart und Stapelung. Im Zweifelsfall verwenden Sie den Standardwert 0,7 für Laubholz oder 0,65 für Nadelholz.
Sorgfältig stapeln: Ein ordentlich gestapelter Polter hat weniger Zwischenräume und ergibt einen höheren Festmeteranteil – das wirkt sich direkt auf den Verkaufspreis aus.
Fotos machen: Dokumentieren Sie Ihre Polter mit Fotos und Maßen. Das erleichtert spätere Verhandlungen und dient als Nachweis bei Verkäufen.
Bodenunebenheiten beachten: Steht der Polter auf unebenem Boden, messen Sie die Höhe an mehreren Stellen und verwenden Sie den Mittelwert.
Übermaß einplanen: Beim Holzverkauf wird häufig ein Übermaß von 2–5 % einkalkuliert, um Schwund durch Trocknung und Transport auszugleichen.
Preis und Heizwert vergleichen: Was dein Polter als Brennholz wert ist und wie viel Energie darin steckt, zeigt der Brennholz-Rechner. Für den Abtransport hilft der Anhänger-Rechner.
Raummeter = Länge × mittlere Höhe × Scheit- bzw. Stammlänge. Die Festmeter erhältst du, indem du die Raummeter mit dem Umrechnungsfaktor (meist 0,6–0,7) multiplizierst.
Für gerades, sorgfältig gestapeltes Laubholz wird meist 0,7 verwendet, für Nadelholz etwa 0,65. Meterholz und unregelmäßige Stapel liegen bei 0,5–0,6.
10 Raummeter lufttrockene Buche wiegen etwa 5 Tonnen, frisch geschlagen rund 7 Tonnen.
Miss die Höhe an mindestens drei Stellen senkrecht vom Boden bis zur Oberkante und bilde den Mittelwert.