Für Pelletheizung & Pelletofen

Pellets-Rechner: Pelletbedarf, Kosten & Lagerraum berechnen

Wie viele Pellets brauche ich pro Jahr? Gib Wohnfläche, Wärmebedarf oder deinen bisherigen Öl- bzw. Gasverbrauch ein – der Rechner zeigt Jahresbedarf in Tonnen, Kosten für lose Ware und Sackware, die Anzahl der 15-kg-Säcke und die nötige Größe des Pelletlagers.

  • 1 l Heizöl ≈ 2 kg Pellets
  • 1 kg ≈ 4,8 kWh
  • 1 t ≈ 1,5 m³
Pelletbedarf berechnen
Pelletbedarf pro Jahr 0 t
in Kilogramm0 kg
Kosten lose Ware0 €
Säcke à 15 kg0 Säcke
Kosten Sackware0 €
Paletten (à ca. 66 Säcke)0
Energie in den Pellets0 kWh
Pelletvolumen im Lager0 m³
Lagerraum inkl. Leerraum0 m³
Entspricht Heizöl (1 l ≈ 2 kg Pellets)0 l

Richtwerte: 4,8 kWh/kg · Schüttdichte 650 kg/m³ · Lager mit Schrägboden zu ca. 2/3 nutzbar

So berechnest du den Pelletbedarf pro Jahr

Holzpellets sind gepresste Späne aus naturbelassenem Holz. Ein Kilogramm hochwertiger Pellets enthält etwa 4,8 bis 5 kWh Energie – der Rechner arbeitet vorsichtig mit 4,8 kWh. Wie viele Pellets du brauchst, hängt vom Wärmebedarf deines Hauses und vom Wirkungsgrad der Heizung ab. Je nachdem, welche Daten du hast, gibt es zwei Wege:

Aus dem Wärmebedarf: Pellets (kg) = Wohnfläche × kWh pro m² ÷ Wirkungsgrad ÷ 4,8 kWh/kg

Aus dem Ölverbrauch: Pellets (kg) ≈ Heizöl (Liter) × 2

Aus dem Gasverbrauch: Pellets (kg) ≈ Gas (kWh) ÷ 5

Die Umrechnung aus dem alten Verbrauch ist die zuverlässigste Methode, weil sie auf echten Messwerten deines Hauses beruht. Ein Liter Heizöl enthält rund 10 kWh, zwei Kilogramm Pellets etwa 9,6 kWh. Weil moderne Pelletkessel ähnlich effizient arbeiten wie eine ältere Ölheizung, gilt die Faustregel „1 Liter Öl ≈ 2 kg Pellets“ bzw. „1 m³ Erdgas (ca. 10 kWh) ≈ 2 kg Pellets“.

Beispiel: Ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 120 m² braucht für Heizung und Warmwasser rund 120 × (140 + 12,5) = 18.300 kWh Wärme. Ein Pelletkessel mit 90 % Wirkungsgrad benötigt dafür 20.333 kWh Brennstoff, also 20.333 ÷ 4,8 ≈ 4.240 kg oder 4,2 Tonnen Pellets pro Jahr. Bei 350 € pro Tonne kostet das rund 1.480 €. Als Sackware wären es 283 Säcke à 15 kg. Die Pellets nehmen lose etwa 6,5 m³ ein – mit Schrägboden und Leerraum brauchst du einen Lagerraum von knapp 10 m³.

Pelletbedarf nach Wohnfläche: Tabelle

Die Tabelle zeigt den ungefähren Jahresbedarf in Tonnen für einen modernen Pelletkessel (90 %) inklusive Warmwasser. Für einen Pelletofen, der nur einzelne Räume beheizt, ist der Bedarf entsprechend kleiner.

Wohnflächeunsaniert (200 kWh/m²)teilsaniert (140)saniert (100)Neubau (60)
80 m²3,9 t2,8 t2,1 t1,3 t
100 m²4,9 t3,5 t2,6 t1,7 t
120 m²5,9 t4,2 t3,1 t2,0 t
150 m²7,4 t5,3 t3,9 t2,5 t
180 m²8,9 t6,4 t4,7 t3,0 t

Heizöl in Pellets umrechnen

Wer von einer Ölheizung auf Pellets umsteigt, kann den Bedarf direkt aus dem bisherigen Verbrauch ableiten. Die Tabelle nutzt die Faustregel 1 Liter Heizöl ≈ 2 kg Pellets.

Heizöl pro JahrPelletsSäcke à 15 kgPelletvolumenLagerraum inkl. Leerraum
1.000 l2,0 t1343,1 m³ca. 4,6 m³
1.500 l3,0 t2004,6 m³ca. 6,9 m³
2.000 l4,0 t2676,2 m³ca. 9,2 m³
2.500 l5,0 t3347,7 m³ca. 11,5 m³
3.000 l6,0 t4009,2 m³ca. 13,8 m³

Ob sich der Umstieg auch finanziell lohnt, hängt vom Öl- und Pelletpreis ab. Einen direkten Vergleich der jährlichen Kosten für Pellets, Holz, Öl, Gas, Wärmepumpe und Fernwärme liefert der Heizkosten-Rechner.

Pelletlager: Wie groß muss der Lagerraum sein?

Lose Pellets haben eine Schüttdichte von etwa 650 kg pro m³. Eine Tonne nimmt also rund 1,5 m³ ein. Ein Lagerraum lässt sich aber nie komplett füllen: Beim Einblasen bleibt oben ein Freiraum, und ein Schrägboden, über den die Pellets zur Förderschnecke rutschen, kostet zusätzlich Platz. Als Richtwert ist ein solcher Raum nur zu etwa zwei Dritteln nutzbar. Daraus ergeben sich diese Faustregeln:

Pelletvolumen (m³) = Pellets (kg) ÷ 650 kg/m³

Lagerraum (m³) ≈ Pelletvolumen ÷ 2/3 ≈ Jahresbedarf in Tonnen × 2,3

Alternative Faustregel: Lagerraum ≈ 0,9 m³ pro kW Heizlast (inkl. Leerraum)

Beide Regeln führen zu ähnlichen Ergebnissen: Ein Haus mit 10 kW Heizlast braucht rund 4 Tonnen Pellets im Jahr und damit einen Lagerraum von etwa 9 m³ – zum Beispiel 2 × 2 m Grundfläche bei 2,3 m Raumhöhe. Viele Betreiber planen das Lager etwas größer als einen Jahresbedarf, damit sie flexibel bestellen können, wenn die Preise günstig sind. Stell dafür im Rechner 1,2 oder 1,5 Jahresbedarfe ein.

Worauf du beim Pelletlager achten solltest:

  • Trocken: Pellets zerfallen bei Feuchtigkeit. Der Raum muss dauerhaft trocken sein, auch Kondenswasser an Leitungen ist ein Problem.
  • Befüllung: Der Lieferwagen bläst die Pellets über einen Schlauch ein, der meist bis etwa 30 m lang sein darf. Plane die Befüllstutzen möglichst an einer Außenwand.
  • Prallschutz: Gegenüber dem Einblasstutzen schützt eine Prallschutzmatte Wand und Pellets vor Abrieb.
  • Sicherheit: In geschlossenen Pelletlagern kann sich Kohlenmonoxid bilden. Vor dem Betreten gut lüften und die Hinweise des Herstellers beachten.
  • Alternativen: Ohne passenden Raum eignen sich Gewebetanks (Sacksilos), die auch in feuchteren Kellern oder Garagen stehen können, oder ein Erdtank im Garten.

Lose Pellets oder Sackware?

Für eine Zentralheizung mit Lager werden Pellets fast immer lose per Silowagen geliefert. Sackware in 15-kg-Säcken ist vor allem für Pelletöfen im Wohnraum gedacht oder für kleine Mengen. Eine Palette enthält meist etwa 65–70 Säcke, also rund eine Tonne. Pro Kilogramm ist Sackware in der Regel teurer als lose Ware, dafür brauchst du kein Lager mit Befüllsystem.

Preis pro 15-kg-Sackentspricht pro Tonne≈ Preis pro kWh
5,00 €ca. 333 €ca. 6,9 ct
6,00 €ca. 400 €ca. 8,3 ct
7,00 €ca. 467 €ca. 9,7 ct
8,00 €ca. 533 €ca. 11,1 ct

Zum Vergleich: Lose Pellets kosteten in den vergangenen Jahren oft grob 300–400 € pro Tonne, im Krisenjahr 2022 zeitweise deutlich mehr. Die Preise schwanken regional, nach Liefermenge und Jahreszeit – kleine Liefermengen kosten oft einen Aufschlag. Frag deshalb mehrere Händler an und trag deinen tatsächlichen Preis in den Rechner ein.

Pellets oder Scheitholz?

Pellets bieten den höchsten Komfort unter den Holzbrennstoffen: Die Heizung läuft automatisch, und die Asche fällt nur in kleinen Mengen an. Scheitholz ist pro Kilowattstunde oft etwas günstiger, erfordert aber Lagerplatz, Trocknung und regelmäßiges Nachlegen. Wie viel Scheitholz du stattdessen bräuchtest, zeigt der Brennholzbedarf-Rechner; Preise pro kWh kannst du mit dem Brennholz-Rechner vergleichen. Wer eine Holzheizung mit hohem Bedarf plant, sollte sich auch den Hackschnitzel-Rechner ansehen.

Achte beim Kauf auf zertifizierte Qualität nach der Norm EN ISO 17225-2 (Klasse A1), zum Beispiel mit ENplus- oder DINplus-Siegel. Gute Pellets glänzen leicht, haben wenig Staub (Abrieb) und einen Wassergehalt unter 10 %. Zu viel Feinanteil kann die Förderung stören und die Verbrennung verschlechtern.

Häufige Fragen zum Pelletbedarf

Wie viele Pellets brauche ich pro Jahr?

Ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 120 m² braucht für Heizung und Warmwasser rund 4 bis 4,5 Tonnen Pellets im Jahr. Ein Neubau gleicher Größe kommt mit etwa 2 Tonnen aus, ein unsanierter Altbau braucht rund 6 Tonnen.

Wie viele Pellets ersetzen 1000 Liter Heizöl?

Als Faustregel ersetzen etwa 2 kg Pellets einen Liter Heizöl. 1.000 Liter Heizöl entsprechen damit rund 2 Tonnen Pellets, die lose etwa 3,1 m³ Volumen einnehmen.

Wie groß muss ein Pelletlager sein?

Rechne mit etwa 1,5 m³ pro Tonne Pellets und berücksichtige, dass ein Lagerraum mit Schrägboden nur zu rund zwei Dritteln nutzbar ist. Daraus ergeben sich etwa 2,3 m³ Raum pro Tonne Jahresbedarf oder rund 0,9 m³ pro kW Heizlast. Für 4 Tonnen sind das etwa 9 m³.

Wie viele Säcke Pellets sind eine Tonne?

Eine Tonne entspricht rund 67 Säcken à 15 kg. Eine Palette Sackware enthält meist etwa 65 bis 70 Säcke, also rund eine Tonne.

Wie viel kWh hat 1 kg Pellets?

Ein Kilogramm Holzpellets enthält etwa 4,8 bis 5 kWh Energie. Eine Tonne liefert damit rund 4.800–5.000 kWh, was dem Energiegehalt von knapp 500 Litern Heizöl entspricht.

Wie viele Pellets verbraucht ein Pelletofen?

Ein Pelletofen verbraucht je nach Leistungsstufe grob 0,5 bis 2 kg Pellets pro Stunde. Ein 15-kg-Sack reicht damit je nach Betrieb für etwa 8 bis 30 Stunden Heizbetrieb.