Dielen, Unterkonstruktion & Schrauben

Terrassen-Rechner: Terrassendielen & Unterkonstruktion berechnen

Terrassenmaße und Dielenformat eingeben – der Rechner zeigt dir, wie viele Terrassendielen, laufende Meter Unterkonstruktion und Schrauben du brauchst und was deine Holzterrasse mit deinen eigenen Preisen ungefähr kostet.

  • Fuge: 5–7 mm
  • Achsabstand: 40–60 cm
  • Schrauben: 2 pro Kreuzung
Terrasse berechnen
Benötigte Terrassendielen (inkl. Verschnitt) 0 Dielen
Terrassenfläche0 m²
Dielenreihen0
Dielen netto (ohne Verschnitt)0 m
Laufende Meter Dielen (Einkauf)0 m
Balken Unterkonstruktion0
Unterkonstruktion (lfm inkl. Verschnitt)0 m
Schrauben (2 pro Kreuzungspunkt)0 Stück
Kosten Dielen–
Kosten Unterkonstruktion–
Kosten Schrauben–
Materialkosten pro m²–
Materialkosten gesamt–

Richtwerte ohne Fundament, Terrassenlager, Randabschluss und Arbeitslohn · Preise selbst eintragen

So berechnet der Terrassen-Rechner das Material

Eine Holzterrasse besteht aus drei Materialgruppen: den Terrassendielen als Belag, der Unterkonstruktion aus Balken oder Kanthölzern, auf der die Dielen liegen, und den Schrauben, die beides verbinden. Der Rechner geht davon aus, dass die Dielen in Richtung der Terrassenlänge verlegt werden und die Unterkonstruktion quer dazu verläuft. So wird gerechnet:

1. Dielenreihen = (Terrassenbreite + Fuge) ÷ (Dielenbreite + Fuge), aufgerundet

2. Laufende Meter Dielen = Dielenreihen × Terrassenlänge × (1 + Verschnitt)

3. Anzahl Dielen = laufende Meter ÷ Dielenlänge, aufgerundet

4. Balken Unterkonstruktion = Terrassenlänge ÷ Achsabstand + 1, aufgerundet

5. Schrauben = Dielenreihen × Anzahl Balken × 2

Beispiel: Deine Terrasse ist 4 m lang (in Dielenrichtung) und 5 m breit, also 20 m² groß. Mit 145 mm breiten Dielen und 6 mm Fuge brauchst du (5.000 + 6) ÷ 151 ≈ 33,2, also 34 Dielenreihen. Das sind 34 × 4 m = 136 laufende Meter, mit 10 % Verschnitt rund 150 m – bei 4 m langen Dielen 38 Dielen. Bei 25 mm Dielenstärke und 50 cm Achsabstand liegen 4 ÷ 0,5 + 1 = 9 Balken à 5 m unter der Terrasse (45 m, mit Verschnitt knapp 50 m). An 34 × 9 = 306 Kreuzungspunkten mit je 2 Schrauben kommst du auf 612 Schrauben.

Tipp: Passt die Dielenlänge genau zur Terrassenlänge, fällt kaum Verschnitt an und du sparst dir Stöße. Musst du die Dielen stoßen, plane an jeder Stoßstelle eine doppelte Lattung oder einen breiteren Balken ein, damit jedes Dielenende sicher aufliegt und zwei eigene Schrauben bekommt.

Wie viele Terrassendielen brauche ich pro m²?

Wie viele laufende Meter Dielen auf einen Quadratmeter kommen, hängt nur von der Dielenbreite und der Fuge ab. Die Tabelle gilt für 6 mm Fugenbreite, ohne Verschnitt. Schlag je nach Grundriss 5–15 % Verschnitt auf – bei verwinkelten Terrassen oder Diagonalverlegung eher mehr.

Dielenbreitelfm Dielen pro m²Schrauben pro m² (50 cm Achsabstand)Schrauben pro m² (40 cm Achsabstand)
95 mm9,9 mca. 40ca. 50
120 mm7,9 mca. 32ca. 40
140 mm6,8 mca. 27ca. 34
145 mm6,6 mca. 26ca. 33
190 mm5,1 mca. 20ca. 26

Die Schraubenzahl pro m² ist ein Richtwert für die Fläche; an den Rändern und an Stoßstellen kommen noch einige Schrauben hinzu. Kaufe deshalb lieber eine Packung mehr – übrig gebliebene Edelstahlschrauben lassen sich immer wieder verwenden.

Unterkonstruktion: Welcher Achsabstand bei welcher Dielenstärke?

Der Achsabstand ist der Abstand von Balkenmitte zu Balkenmitte. Ist er zu groß, federn die Dielen beim Begehen oder biegen sich mit der Zeit durch. Als Faustregel für Holzdielen gilt: Achsabstand ≈ 20 × Dielenstärke, in der Praxis meist 40–60 cm. Der Rechner schlägt dir diesen Wert automatisch vor, wenn du die Dielenstärke änderst – die Angaben des Dielenherstellers haben aber immer Vorrang.

DielenstärkeAchsabstand (Richtwert)UK-Balken pro m Terrassenlänge
21 mmca. 40 cm2,5
25–26 mmca. 50 cm2
27–28 mmca. 55 cm1,8
ab 32 mmmax. ca. 60 cm1,7
WPC-Dielenoft nur 30–40 cm (Herstellerangabe)2,5–3,3

Für die Balken selbst sind Querschnitte wie 45 × 70 mm oder 45 × 95 mm üblich. Sie liegen auf Punktfundamenten, Gehwegplatten oder verstellbaren Terrassenlagern, meist im Abstand von etwa 50–80 cm entlang des Balkens. Die Unterkonstruktion sollte mindestens so dauerhaft sein wie der Belag – unter Lärchen- oder Bangkiraidielen also keine unbehandelte Fichte. Wie viel Kubikmeter Kantholz das sind, rechnest du mit dem Kubikmeter-Rechner aus.

Holzarten für die Terrasse: Dauerhaftigkeit im Vergleich

Wie lange eine Holzterrasse hält, hängt vor allem von der Holzart und vom konstruktiven Holzschutz ab. Die Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350 beschreibt, wie widerstandsfähig das Kernholz gegen holzzerstörende Pilze ist – von Klasse 1 (sehr dauerhaft) bis Klasse 5 (nicht dauerhaft). Die Haltbarkeit in Jahren sind Richtwerte für fachgerecht verlegte Terrassen ohne Erdkontakt; Preise schwanken regional und je nach Qualität stark.

HolzartDauerhaftigkeitsklasseHaltbarkeit (Richtwert)Dielenpreis (Richtwert)Hinweis
Kiefer KDIKern 3–4, Splint 5 – daher kesseldruckimprägniertca. 10–15 Jahreca. 15–30 €/m²Günstigster Einstieg, Qualität der Imprägnierung entscheidend
Douglasie3–4ca. 10–15 Jahreca. 30–50 €/m²Heimisches Nadelholz, harzhaltig, splintfreie Ware wählen
Lärche3–4ca. 10–15 Jahreca. 30–60 €/m²Langsam gewachsene (z. B. sibirische) Lärche ist dichter und oft haltbarer
Eiche2ca. 15–25 Jahreca. 60–100 €/m²Gerbsäure – nur Edelstahlschrauben, anfangs Auswaschungen möglich
Robinie1–2ca. 20–25 Jahre und mehrca. 60–120 €/m²Sehr dauerhaftes heimisches Laubholz, oft nur kurze Längen
Bangkirai2ca. 15–25 Jahreca. 50–90 €/m²Tropenholz – auf FSC- oder PEFC-Zertifizierung achten, vorbohren
Thermoholzje nach Verfahren 1–3ca. 15–25 Jahreca. 50–90 €/m²Hitzebehandelt, formstabil, aber spröder
WPC (Holz-Kunststoff)nicht nach EN 350 eingestuftlaut Herstellern oft 20 Jahre und mehrca. 35–90 €/m²Kein reines Holz, heizt sich in der Sonne stark auf, engere UK nötig

Mehr über Eigenschaften, Härte und Aussehen der einzelnen Hölzer findest du im Ratgeber Holzarten. Wer Holz im Außenbereich verbaut, bindet übrigens für viele Jahre Kohlenstoff – wie viel CO₂ in deiner Terrasse steckt, zeigt der Holz-CO₂-Rechner.

Was kostet eine Holzterrasse pro m²?

Für das reine Material einer Holzterrasse (Dielen, Unterkonstruktion, Edelstahlschrauben) solltest du beim Selbstbau grob mit 40–120 € pro m² rechnen – mit Kiefer KDI eher am unteren Ende, mit Eiche, Robinie oder Tropenholz am oberen. Dazu kommen Unterbau (Schotter, Unkrautvlies, Fundamente oder Terrassenlager), Randabschlüsse und gegebenenfalls Arbeitslohn. Die Preise ändern sich regional und über die Zeit deutlich; trag deshalb deine eigenen Angebotspreise in den Rechner ein. Dielen werden mal pro laufendem Meter, mal pro Quadratmeter angeboten – der Rechner kann beides.

Holst du das Material selbst ab, lohnt ein Blick auf das Gewicht: Nasse Hartholzdielen sind schwerer, als man denkt. Das Gewicht schätzt du mit dem Holzgewicht-Rechner, die Zuladung mit dem Anhänger-Rechner und die Spritkosten mit dem Fahrtkostenrechner.

Tipps für eine langlebige Holzterrasse

  • Fuge von 5–7 mm einhalten: Holz quillt bei Nässe und schwindet bei Trockenheit. Die Fuge lässt Wasser ablaufen und verhindert, dass sich Dielen gegenseitig hochdrücken.
  • Gefälle von ca. 1–2 %: Leg die Unterkonstruktion leicht vom Haus weg geneigt an, damit Regenwasser in Dielenrichtung abfließt.
  • Luft unter die Terrasse: Die Dielen sollten gut hinterlüftet sein. Holz darf nicht im Erdreich oder in stehendem Wasser liegen.
  • Holz-auf-Holz-Kontakt minimieren: Distanzpads oder Abstandhalter zwischen Balken und Dielen sorgen dafür, dass die Auflageflächen schneller abtrocknen.
  • Edelstahlschrauben verwenden: Verzinkte Schrauben rosten und verursachen bei gerbstoffreichen Hölzern wie Eiche oder Lärche dunkle Flecken. Harthölzer vorbohren und senken.
  • Randabstand beachten: Schrauben nicht zu nah an Dielenkante und Dielenende setzen, sonst reißt das Holz ein.
  • Stirnseiten schützen: Schnittkanten saugen am meisten Wasser. Ein Hirnholzschutz oder ein kleiner Überstand hilft, dass sie schneller trocknen.

Häufige Fragen zum Terrassen-Rechner

Wie viele Terrassendielen brauche ich für 20 m²?

Bei 145 mm breiten Dielen und 6 mm Fuge brauchst du rund 6,6 laufende Meter pro m², für 20 m² also etwa 132–136 m. Mit 10 % Verschnitt sind das rund 150 m oder etwa 38 Dielen mit 4 m Länge.

Wie groß muss der Abstand der Unterkonstruktion sein?

Als Richtwert gilt ein Achsabstand von etwa dem 20-Fachen der Dielenstärke: rund 40 cm bei 21 mm, 50 cm bei 25 mm und maximal etwa 60 cm bei dickeren Dielen. WPC-Dielen brauchen oft nur 30–40 cm. Die Angaben des Herstellers gehen immer vor.

Wie viele Schrauben braucht man pro m² Terrasse?

Pro Kreuzungspunkt von Diele und Balken setzt man zwei Schrauben. Bei 145 mm breiten Dielen und 50 cm Achsabstand sind das rund 26–27 Schrauben pro m², bei 40 cm Achsabstand etwa 33. Für Ränder und Stoßstellen solltest du eine Reserve einplanen.

Wie breit sollte die Fuge zwischen Terrassendielen sein?

Üblich sind 5–7 mm. So kann Regenwasser ablaufen, und das Holz hat Platz zum Quellen. Zu schmale Fugen setzen sich mit Schmutz zu, zu breite sind unangenehm zu begehen.

Welches Holz ist für die Terrasse am besten?

Das hängt von Budget und Anspruch ab. Kiefer KDI ist günstig, hält aber meist nur 10–15 Jahre. Lärche und Douglasie sind beliebte heimische Nadelhölzer der Dauerhaftigkeitsklasse 3–4. Eiche, Robinie und Bangkirai (Klasse 1–2) halten deutlich länger, kosten aber auch mehr.