Holzmenge und Holzart eingeben – der Rechner zeigt dir, wie viel Kohlenstoff und CO₂ im Holz gebunden sind und wie viel CO₂ du beim Heizen mit Holz im Vergleich zu Heizöl oder Erdgas ungefähr einsparst.
Bäume nehmen beim Wachsen CO₂ aus der Luft auf und bauen den Kohlenstoff in ihr Holz ein. Völlig trockenes (darrtrockenes) Holz besteht unabhängig von der Holzart zu rund 50 % aus Kohlenstoff. Weil ein CO₂-Molekül (Molmasse 44) deutlich schwerer ist als das Kohlenstoffatom allein (Molmasse 12), entspricht jedes Kilogramm Kohlenstoff 44 ÷ 12 ≈ 3,67 kg CO₂. Der Rechner geht so vor:
1. Festmeter = Menge × Umrechnungsfaktor (1 Rm = 0,7 Fm, 1 Srm = 0,5 Fm)
2. Trockenmasse = Festmeter × Gewicht pro Fm (lufttrocken) ÷ (1 + Holzfeuchte)
3. Kohlenstoff = Trockenmasse × 0,5
4. Gespeichertes CO₂ = Kohlenstoff × 3,67
Beispiel: Ein Raummeter Buche entspricht 0,7 Festmetern. Ein Festmeter lufttrockene Buche wiegt rund 720 kg, darin stecken bei 15 % Holzfeuchte etwa 626 kg reine Holzmasse. Für 0,7 Fm sind das rund 438 kg Trockenmasse, davon 219 kg Kohlenstoff. Mal 3,67 ergibt das rund 800 kg CO₂, die in einem Raummeter Buchenholz gebunden sind – so viel, wie ein durchschnittliches Auto auf gut 5.000 km ausstößt.
Gibst du die Menge in Kilogramm an, zieht der Rechner das enthaltene Wasser über die Holzfeuchte ab. Wie du Holzmengen zwischen Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter umrechnest, zeigt der Holzrechner, das Gewicht verschiedener Hölzer der Holzgewicht-Rechner.
Schwere Harthölzer enthalten pro Kubikmeter mehr Holzmasse und damit mehr Kohlenstoff als leichte Nadelhölzer. Die Werte beruhen auf den lufttrockenen Gewichten, die auf dieser Seite verwendet werden, und sind Richtwerte – je nach Wuchs und Standort streut die Dichte einer Holzart deutlich.
| Holzart | Trockenmasse pro Fm | CO₂ pro Festmeter | CO₂ pro Raummeter | CO₂ pro Schüttraummeter |
|---|---|---|---|---|
| Hainbuche | ca. 680 kg | ca. 1,24 t | ca. 870 kg | ca. 620 kg |
| Eiche | ca. 650 kg | ca. 1,20 t | ca. 840 kg | ca. 600 kg |
| Buche | ca. 630 kg | ca. 1,15 t | ca. 800 kg | ca. 570 kg |
| Esche | ca. 610 kg | ca. 1,12 t | ca. 780 kg | ca. 560 kg |
| Birke / Ahorn | ca. 565 kg | ca. 1,04 t | ca. 725 kg | ca. 520 kg |
| Lärche | ca. 510 kg | ca. 0,94 t | ca. 660 kg | ca. 470 kg |
| Kiefer | ca. 480 kg | ca. 0,88 t | ca. 610 kg | ca. 440 kg |
| Fichte | ca. 410 kg | ca. 0,75 t | ca. 520 kg | ca. 375 kg |
Als grobe Faustregel kannst du dir merken: Ein Festmeter Holz bindet etwa 0,75–1,25 Tonnen CO₂ – Nadelholz eher am unteren, Laubholz eher am oberen Ende.
Die ehrliche Antwort: bilanziell weitgehend ja, physikalisch nein. Beim Verbrennen wird genau das CO₂ wieder frei, das der Baum vorher aufgenommen hat. Pro Kilowattstunde entsteht dabei sogar mehr CO₂ als bei Heizöl – bei lufttrockenem Brennholz rund 0,35–0,42 kg CO₂ pro kWh. Dieses biogene CO₂ wird in Bilanzen trotzdem mit null angesetzt, weil es aus dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf stammt und von nachwachsenden Bäumen wieder gebunden wird.
Das gilt allerdings nur, wenn der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird, also nicht mehr Holz entnommen wird, als nachwächst. Außerdem vergehen Jahrzehnte, bis ein neuer Baum die Menge wieder gebunden hat, die in wenigen Stunden verbrannt wird. Hinzu kommen Emissionen aus der Vorkette: Motorsäge, Rückemaschine, Spalter und Transport. Als Richtwert rechnet man für Scheitholz mit etwa 0,02–0,03 kg CO₂ pro kWh – bei regionalem Holz eher weniger, bei weiten Lieferwegen oder technischer Trocknung mehr. Holz, das du selbst im Wald in der Nähe aufarbeitest, schneidet hier besonders gut ab; die Anfahrt kannst du mit dem Fahrtkostenrechner abschätzen.
Für den Vergleich rechnet der Rechner zuerst aus, wie viel Nutzwärme dein Holz im Ofen liefert (Heizwert × Wirkungsgrad). Dann ermittelt er, wie viel Heizöl oder Erdgas ein Kessel mit rund 90 % Wirkungsgrad für dieselbe Wärme verbrauchen würde, und multipliziert das mit gängigen Emissionsfaktoren. Die Werte „inkl. Vorkette“ entsprechen den im Gebäudeenergiegesetz verwendeten Richtwerten, die Werte „nur Verbrennung“ berücksichtigen nur das, was aus dem Schornstein kommt.
| Energieträger | nur Verbrennung (Richtwert) | inkl. Vorkette (Richtwert) |
|---|---|---|
| Heizöl | ca. 0,27 kg CO₂/kWh | ca. 0,31 kg CO₂/kWh |
| Erdgas | ca. 0,20 kg CO₂/kWh | ca. 0,24 kg CO₂/kWh |
| Scheitholz | 0 (biogen, bilanziell neutral) | ca. 0,02–0,03 kg CO₂/kWh |
Damit ergibt sich für Buchenholz in einem modernen Kaminofen (80 %) folgende grobe Einsparung, wenn das Holz Wärme aus Öl oder Gas ersetzt (Werte inkl. Vorkette):
| Brennholz (Buche) | ersetzt Heizöl | CO₂-Einsparung ggü. Öl | CO₂-Einsparung ggü. Gas | entspricht Auto-km (Öl) |
|---|---|---|---|---|
| 1 Rm | ca. 190 l | ca. 540 kg | ca. 410 kg | ca. 3.600 km |
| 3 Rm | ca. 560 l | ca. 1,6 t | ca. 1,2 t | ca. 10.700 km |
| 5 Rm | ca. 930 l | ca. 2,7 t | ca. 2,0 t | ca. 17.900 km |
| 10 Rm | ca. 1.870 l | ca. 5,4 t | ca. 4,1 t | ca. 35.800 km |
Wie viel Holz du pro Jahr tatsächlich brauchst, ermittelst du mit dem Brennholzbedarf-Rechner. Einen Vergleich der Heizkosten verschiedener Heizsysteme findest du im Heizkosten-Rechner.
Beim CO₂ steht Holz gut da, bei der Luftqualität nicht. Holzfeuerungen in Privathaushalten gehören in Deutschland zu den bedeutenden Quellen für Feinstaub; das Umweltbundesamt weist regelmäßig darauf hin, dass sie inzwischen mehr Feinstaub ausstoßen als die Motoren des Straßenverkehrs. Öl- und Gasheizungen verursachen dagegen kaum Feinstaub. Wer mit Holz heizt, sollte deshalb möglichst sauber verbrennen:
Am längsten bleibt der Kohlenstoff gebunden, wenn Holz zuerst verbaut und erst am Ende seiner Nutzung verbrannt wird – Fachleute sprechen von Kaskadennutzung. Ein Dachstuhl, Möbel oder eine Holzterrasse speichern das CO₂ über viele Jahre. Wie viel Holz in deinem Bauprojekt steckt, rechnest du mit dem Kubikmeter-Rechner oder dem Terrassen-Rechner aus und gibst das Ergebnis hier in Festmetern ein. Wie alt ein Baum ist, der so viel Kohlenstoff gesammelt hat, schätzt der Baumalter-Rechner.
Je nach Holzart bindet ein Festmeter lufttrockenes Holz etwa 0,75–1,25 Tonnen CO₂. Fichte liegt bei rund 0,75 t, Buche bei rund 1,15 t und Eiche bei rund 1,2 t pro Festmeter.
Man ermittelt die Trockenmasse des Holzes, nimmt davon 50 % als Kohlenstoffanteil und multipliziert den Kohlenstoff mit 3,67. Aus 500 kg Trockenmasse werden so 250 kg Kohlenstoff und rund 917 kg CO₂.
Ein Kilogramm lufttrockenes Holz mit 15 % Holzfeuchte enthält rund 0,87 kg Trockenmasse und damit etwa 0,43 kg Kohlenstoff. Beim Verbrennen entstehen daraus rund 1,6 kg CO₂. Dieses CO₂ ist biogen und wird in Klimabilanzen als nahezu neutral gewertet, solange das Holz nachwächst.
Bilanziell nahezu, wenn das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt: Das freigesetzte CO₂ wird von nachwachsenden Bäumen wieder gebunden. Für Ernte, Aufbereitung und Transport fallen aber rund 0,02–0,03 kg CO₂ pro kWh an, und Holzöfen stoßen deutlich mehr Feinstaub aus als Öl- oder Gasheizungen.
Ersetzt ein moderner Kaminofen mit einem Raummeter Buche Wärme aus einer Ölheizung, spart das nach gängigen Richtwerten rund 500–550 kg CO₂. Bei 3 Raummetern pro Winter sind das etwa 1,6 Tonnen, gegenüber Erdgas etwa 1,2 Tonnen.